Wann und wo wurde die erste Zahnbürste erfunden?

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Geschichte

Geschichte Zahnbürste

Die ersten Zahnreiniger waren kleine Äste zum Beispiel vom Arak-Baum. Sie wurden faserig gekaut. Mit dem zerfasertem Ende putzten die Menschen ihre Zähne. Der Pflanzensaft unterstützte die Wirkung der Zahnreinigung. In Indien wurden diese sogenannten Kaustöcke mit Honig, Öl und Gewürzen versehen. Die Naturvölker benutzen heute noch Kaustöcke, die auch Miswak oder Siwak genannt werden. Der Prophet Mohammed schnitze sich eine Art Zahnstocher, um seine Zähne zu reinigen. Andere natürliche Zahnreiniger waren die Stacheln vom Stachelschwein und Federkiele.

In China waren 1498 pinselförmige Zahnbürsten im Gebrauch. Sie bestanden aus einem Bambusstock oder Knochen, in dessen Ende die Borsten von Schweinen gesteckt waren. Hundert Jahre später sah das Gerät zur Zahnpflege so ähnlich wie unsere heutigen Handzahnbürsten aus. Später bestand der Stiel aus Elfenbein. Zahnbürsten waren jedoch dem Adel und den Herrschenden vorbehalten. Das einfache Volk konnte sich die Zahnreinigung nicht leisten.

In Deutschland wurden die Zähne mit Knochen gereinigt. Eines der ersten schriftlichen Zeugnisse einer Zahnbürste in Deutschland von 1750 besagt, dass die Borsten aus Rosshaar bestanden. Außerdem dienten Schwämme und Tücher zur Zahnreinigung.

1780 gründete der Engländer William Addis die erste Fabrik zur Herstellung von Zahnbürsten. In Knochenstücke wurden Löcher gebohrt und die Haare eines Kuhschwanzes gefädelt. Auch Pferdehaare dienten als Borsten. Mit der Erfindung des Zelluloids hatte der Knochen als Griff ausgedient.

Die moderne Zahnbürste

Geschichte Zahnbürste

Die Wende kam 1938 mit der Erfindung des Nylons. Die ersten Borsten waren sehr hart. Sie verletzten beim Putzen das Zahnfleisch. 1950 wurde weicheres Nylon erfunden. Damit begann der Siegeszug der Zahnbürste in die Badezimmer. Die Herstellung wurde so billig, dass jeder sich eine Zahnbürste leisten konnte. Heute gibt es viele verschiedene Zahnbürsten. Sie haben einen ergonomischen Griff und einen kurzen oder längeren Kopf. Die Borsten sind verschieden oder gleich lang, gekreuzt oder parallel angebracht. Bei den Wechselkopfzahnbürsten wird nur der Kopf ausgetauscht. Das reduziert den Plastikmüll.

1880 erfand Dr. Scott die erste elektrische Zahnbürste. Die Herstellungskosten waren sehr hoch. Erst 1940 konnten die ersten elektrischen Zahnbürsten erworben werden. Nun war auch ihr Siegeszug unaufhaltsam. Anfangs war der Kopf der elektrischen Zahnbürste oval wie bei der Handzahnbürste geformt. Die Zahnbürste schwang elliptisch und ahmte so die Handbewegungen nach. Sie hatte noch ein Stromkabel. Moderne Zahnbürsten haben runde Köpfe. Die Borsten rotieren und haben damit erheblich mehr Putzkraft.

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Bei der elektrischen Schallzahnbürste schwingt der Bürstenkopf mit 250 bis 300 Hertz. Der Bürstenkopf ist oval. Die Zähne werden durch die schnelle Bewegung der Borsten gereinigt.

Die Ultraschallzahnbürste schwingt mit 1,8 Millionen Schwingungen pro Sekunde. Die Zähne werden nicht mehr mechanisch gereinigt. Die Schwingungen übertragen sich auf die Flüssigkeit im Mund. Mit einer speziellen Zahnpasta, die keine Putzkörper enthält, werden Schaumblasen erzeugt. Sie platzen und reinigen dadurch die Zähne.

Bei der neuesten Entwicklung von Amabrush wird die Putzzeit erheblich reduziert. Die Bürste ist halbrund geformt und wird in den Mund gesteckt. Sie umschließt mit ihren Borsten alle Zähne von innen und außen. Über den Griff wird Zahncreme durch die Bürste gedrückt. Nach dem Einschalten werden gleichzeitig alle Zähne von innen und außen geputzt. Nach 10 Sekunden sind die Zähne sauber.

Wie oft sollte eine Zahnbürste gewechselt werden?

Alle 2 bis 3 Monate ist eine neue Zahnbürste beziehungsweise ein Wechselkopf fällig. Mit der Zeit verbiegen sich die Borsten. Der Zahnbelag wird dann nicht mehr optimal entfernt. Bei vielen Zahnbürsten sind die Borsten gefärbt. Spätestens wenn die Farbe vollständig ausgebleicht ist, ist es Zeit für eine neue Zahnbürste.

Wie putzen Tiere ihre Zähne?

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Auch im Tierreich gibt es Zahnputzer. Die Krokodilwächter ernähren sich von den Fleischresten, die zwischen den Zähnen des Krokodils hängen bleiben. Die Krokodile öffnen ihr Maul und die kleinen Vögel picken die Zähne sauber. Große Fische haben Putzerfische für die Zahnpflege. Die Löwen verschlingen ihre Fleischstücke in großen Brocken unzerkaut runter. Außerdem stehen ihre stehen so weit auseinander, dass dort nichts hängen bleibt.

Da Wildtiere keinen Zucker essen, bekommen ihre Zähne auch keine Löcher. Lediglich unsere Haustiere Hund, Katze und Pferd haben Zahnprobleme. Durch entsprechendes Futter wie Kauknochen, Trockenfutter und Raufutter werden die Zähne gepflegt. Außerdem kümmert sich der Tierarzt um die Zahnreinigung.

Interessieren sie sich auch für die Geschichte der Zahnseide? Hier geht es zu dem Beitrag.

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